Embodied Leadership – Führen mit Geist und Körper

Wie kann ich einen Führungsstil entwickeln, der in Einklang mit meinen Werten und meiner Persönlichkeit ist? Wie kann auch mein Körper Wegweiser sein für meine Klarheit und Präsenz in Führungssituationen?

Ein strahlender Herbsttag im Oktober und ein klarer Blick bis tief hinein in die Alpen. Wer würde hier an Arbeit denken? Und doch ist es genau das. Eine Gruppe von angehenden Führungskräften aus der Pharmabranche erklimmt das Bergmassiv. Grade beim Wandern kann die intime Wechselwirkung zwischen Körper, Gefühlen und Denkweisen erfahrbar werden. Begleitet werden sie von ihren persönlichen Entwicklungsthemen und unseren drei Wandercoaches Theresa Hirn, Dr. Thomas Altmann und Dr. Daniel Brunsch.

Business Wandercoaching

Intention setzen

Im Vorhinein hatten die Teilnehmenden ihre persönlichen Lern- und Entwicklungsziele gemeinsam mit der Personalabteilung ihres Unternehmens ausgelotet. „Persönlich“ bedeutet in diesem Fall: Wie kann ich meine Persönlichkeit einsetzen, um authentisch und menschlich zu führen? Wie kann ich lernen, mit meinen Herausforderungen konstruktiv umzugehen und blinde Flecken aufzudecken? Gut abgestimmt und eingestimmt brach die Gruppe für knapp anderthalb Tage aus der gewohnten Arbeitsroutine aus, um sich bewusst Zeit für ihre individuellen Entwicklungsschritte zu nehmen. „Im Alltag ist es so schwierig sich einmal ernsthaft Gedanken über den eigenen Führungsstil zu machen. Ständig ist etwas anderes los. Hier draußen in der Natur kann man das eigene Verhalten auch mal tiefergehend reflektieren“, meint ein Teilnehmer. 

In Bewegung kommen

Eine Wanderung bringt Bewegung in das Denken und die vom Büroalltag verspannten Glieder. Heute steht eine doppelte Gipfelbesteigung auf dem Programm, während machen die Teilnehmenden teils erhebliche Fortschritte bei Themen wie konstruktiver Konfliktlösung, Potenzialentfaltung oder Empathievermögen. Hierfür nehmen sie neben einigen Gruppenübungen auch zwei Einzelgespräche mit den Coaches wahr. Der persönliche Entwicklungsweg klärt sich und die eigenen Optionen im Umgang mit Herausforderungen werden greifbar. An unterschiedlichen Stellen während der Wanderung  unterstützen Körperübungen den inneren Prozess, hier ein kleiner Einblick in eine Übung, die auch für den Alltag geeignet ist:

Eine Übung zur Zentrierung

Der Körper als Wahrnehmungsinstrument und Ressource, gerade in herausfordernden (Führungs-)Situationen, kann dir einen Zugang zu neuen Einsichten und Lösungswegen ermöglichen.

  • Haltung: Spüre in deinen Körper. In einer sitzenden oder stehenden Position richte deinen Körper auf und stelle dir vor, dass ein Gewicht auf deinen Schultern liegt, das du mit Leichtigkeit und Anmut tragen kannst. Dein Körper ist gleichzeitig entspannt und bereit zur Aktion. 
  • Atmen: Beim Einatmen verlängert sich der ganze Körper, Rücken und Nacken entlang der Wirbelsäule nach oben. Der Ausatem strömt entlang der Vorderseite, Kiefer und Zunge sind entspannt. Mit der Schwerkraft sinken die Schultern und der gesamte Körper in Richtung Boden. 
  • Gleichgewicht finden: Balanciere dich, achte dabei auf deine Aufmerksamkeit und Präsenz. Dabei kannst du den Raum um deinen Körper herum wahrnehmen – links, rechts, vorne, hinten, oben und unten. Du kannst deinen Körper in alle Richtungen bewegen, um dabei deine Mitte zu finden. Stelle dir die Frage: „Was wäre wenn mein Körper zu allen Seiten hin ausbalanciert wäre?“ und spüre in die Antwort hinein, die aus deinem Körper kommt. Dann komm zu Ruhe in der gerade hergestellten Mitte und richte deine Aufmerksamkeit auf diesen ausbalancierten Zustand. Achte auf den Ausgleich von Hüfte, Brust und Kopf. 

  •  Qualität: Lade eine Qualität ein, indem du dich selbst fragst: „Wie würde es sein, wenn da noch mehr Leichtigkeit, Freude… jetzt in mir präsent wäre?“ Spüre in das Gefühl, das als Antwort oder Resonanz deines Körpers entsteht.

Schon bei solch kleinen Körperübungen kommen häufig unerwartete Einsichten zu Tage, da das Nervensystem sich entspannt und neue Lernerfahrungen möglich werden. Auch das Draußen-Sein in der Natur kann solche Entwicklungsprozesse unterstützen und Lebendigkeit fördern.

Am Ende der Tour sind alle zufrieden und stolz. Es war ein intensiver Arbeitstag. „Und davon könnte es gerne ein paar mehr geben“, sagt eine Teilnehmerin lächelnd.

Welche Art von Führung lebst du in deinem persönlichen Alltag, deinem sozialen Umfeld und deinem Unternehmen? 

Im Kontakt mit der Natur und deinem Körper beim Wandern kannst du dir neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten erschließen.

Melde dich bei uns, wenn du Interesse an einem individuell abgestimmten Leadership Wandercoaching für dich oder dein Team hast!

Unsere Seite speziell für Business-WanderCoachings: www.business-wandercoaching.de

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